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Aschegehalt

 

ASTM D2584, D5630, ISO 3451
A2LA zertifiziert

Ziel der Messung:

Der Aschegehalt wird zum Nachweiß von Füllstoffen ermittelt. Diese Prüfung dient zur Bestimmung des Gesamtgehalts des Füllstoffs. Jedoch kann der prozentuale Bestandteil verschiedener Füllstoffe in mehrfach gefüllten Materialien mit dieser Methode nicht ohne weitere Prüfverfahren ermittelt werden. Weiterhin kann der prozentuale Ruß- oder Kohlefasergehalt nicht über den Aschegehalt bestimmt werden, da Ruß und Kohlefaser während des Tests verbrannt werden.

Durchführung:

Die Bestimmung des Aschegehalts beinhaltet die Entnahme einer definierten Menge Probesubstanz, das Auswiegen in einem getrockneten, zuvor gewogenen Porzellantiegel und anschließender Verbrennung der polymeren Bestandteile in einer Sauerstoffatmosphäre bei über 500°C. Der Tiegel mit den Verbrennungsrückständen wird anschließend nach Abkühlung bei Raumtemperatur in einem Exsikkator wieder gewogen. Der Verbrennungsrückstand im Tiegel stellt den Füllstoffgehalt dar, sofern dieser Rückstand nicht weniger als 1% der eingesetzten Probe darstellt. Rückstände unter 1% sind normalerweise auf nicht brennbare Additive zurückzuführen.

Messwerte:

Das Ergebnisse werden in %Asche angegeben. Die Asche wird weiterhin mittels einer vergrößerten optischen Untersuchung unterzogen, um glashaltige, mineralische oder Mischungen aus beiden Rückständen zu identifizieren. Der Gesamtaschegehalt ist gleich der Masse des Verbrennungsrückstandes, dividiert durch die Gesamteinwaage und multipliziert mit 100%.

Probengröße:

Sechs Gramm Probensubstanz werden standardmäßig verwendet. Diese werden auf drei Tiegel a jeweils 2 Gramm aufgeteilt. Kleinere Probenmengen können ebenfalls getestet werden, allerdings wird so die Genauigkeit der Messung vermindert.

Anzahl der von PTLI getesteten Proben:

Standardmäßig wird der Mittelwert aus den drei Tiegeln als Ergebnis verwendet.

Weiterführende Analysen:

Identifikation des Füllstoffes:

Wurde ein mineralischer Füllstoff verwendet, kann eine FTIR-Analyse zur Identifikation der mineralischen Substanz herangezogen werden.

Kleinere Probenmengen:

Die TGA (Thermogravimetrische Analyse) stellt eine Alternative Messmethode zur Bestimmung des Füllstoffgehalts dar. Hier können vergleichbar kleine Mengen analysiert werden.

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